Roboter als Schullehrer: Treffen der Wissenschaftler an der Jacobs University Bremen


Prof. Dr. Arvid Kappas und die Doktorandin Rebecca Stower mit dem Roboter „Pepper“ © Jacobs University

Es geht um das Zusammenspiel von Menschen und Robotern im Rahmen der schulischen Bildung: Ab Montag werden sich 15 internationale Forscher verschiedenster Fachrichtungen für eine Woche auf dem Campus der Jacobs University über dieses Thema austauschen. Der Workshop ist Teil des von der Europäischen Union geförderten Forschungsprogramms „ANIMATAS“, das die intuitive Mensch-Maschine-Interaktion mit menschenähnlichen sozialen Fähigkeiten für die Schulbildung fördert. Die Jacobs Universität ist Teil des Forscher-Konsortiums.

ANIMATAS will innovative Bildungsmethoden mithilfe modernster Robotik und künstlicher Intelligenz vorantreiben. Es verfolgt einen interdisziplinären Ansatz und verbindet Ingenieurs- und Computerwissenschaften mit Psychologie und Pädagogik. Erforscht werden grundlegende Fragen der Wahrnehmung des Menschen von Interaktionen zwischen Robotern und virtuellen Charakteren. Entwickelt werden sollen neue soziale Lernmechanismen ebenso wie Möglichkeiten zur personalisierten Anpassung von Robotern an menschliche Nutzer.

Die Jacobs University ist als einzige deutsche Universität in dem Konsortium vertreten. Zu den wissenschaftlichen Partnern gehören die Universität Uppsala und das KTH Royal Institute of Technology/ Stockholm aus Schweden, Ecole Polytechnique Fédérale de Lausanne (EPFL) aus der Schweiz, Instituto de Engenharia de Sistemas e Computadores – Investigação e Desenvolvimento (INESC-ID) aus Portugal sowie das Institut Mines Télécom Paris Tech (IMT) und die Sorbonne University aus Frankreich, die das Projekt koordiniert. Ebenfalls beteiligt ist Softbank Robotics, das Unternehmen, das die bekannten Nao- und Pepperroboter entwickelt hat. Das Projekt startete in diesem Jahr und hat eine Laufzeit von vier Jahren.